New York City
26. Februar bis 1. März 2010
"Ich war noch niemals in New York..."
Diese geflügelten Worte kommen mir ständig in den Sinn, wenn ich an meinen ersten Zielort der Reise denke. Wir fliegen über London Heathrow nach Newark, New Jersey. Lt. Reisebüro ist dort mit weniger stressiger Einreise in die USA zu rechnen, daher bevorzugen wir diesen Flughafen gegenüber JFK.
Am frühen Nachmittag landet unsere Maschine kurz vor Einbruch eines fetten Schneesturms sicher, nur der Pilot teilt uns die freudige Botschaft mit, wenn diese Schneeverwehungen 5 Minuten früher begonnen hätten, wäre das Ausweichziel Boston gewesen. Oje, wo ist denn das auf der Landkarte?!? Aber nochmal Glück gehabt.
Die Einreise ist tatsächlich etwas nervig, wir müssen unsere Fingerabdrücke auf grünen Sensoren hinterlassen. Jetzt bin ich registiert, blöd. Das wollte ich mir eigentlich schenken, aber man kommt halt nicht drumrum, wenn man in die USA möchte. Zumindest lassen sie uns rein, bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir dann sage und schreibe 3 Sicherheits-Checks hinter uns. Kurz vor Abflug nach Newark wurde in Heathrow ja nochmal schnell das Handgepäck durchsucht, inkl. ausdauernder Leibesvisite. ;))
Hotel Hampton Inn
Der Transfer mit dem Express Shuttle dauert etwa eine Stunde und kostet 35,- USD für uns beide. Bereits bei der Fahrt zeigt sich, daß es die New Yorker Stadtwerke wohl nicht so ganz überrissen haben mit dem Schneeräumen. Überall sind Schneehaufen auf den Gehwegen, Rutschbahnen auf den Straßen. Ganz nach dem Motto "Caution: Slippery when wet!". Ich schätze da hat kein Auto wirkliche Winterbereifung drauf. Ich bin saufroh, als wir wohlbehalten aus dem Kleinbus aussteigen können und unser Zimmer beziehen.
Das Zimmer ist wirklich super, zwei große Betten und kostenfreies WLAN. Ganz toll für mich!!! Nur vor der Tür ist es tatsächlich bitterkalt und zwischen den Schneehaufen bilden sich große schwarze Seen, die nicht abfließen wollen. Als ich im ersten dieser Pfützen bis zu den Knöcheln versinke entschließe ich mich zum Kauf von Gummistiefel, die ich natürlich dummerweise daheim vergessen hatte. ;)
Spaß beiseite, wer denkt denn bitte daran, daß man nach NY Gummistiefel mitnehmen muß?!? Im Macy's, direkt um die Ecke von unserem Hotel in der 35th Street, kommt man sich in der Schuhabteilung vor wie auf einem türkischen Bazar. Die Menschen reißen sich die Jelly's nur so aus den Händen. Ich kaufe keine weil die auch einfach nicht schön sind. Abends verirren wir uns noch in ein asiatisches Schnellrestaurant um die Ecke und essen fried noodles. Frittiert verstehen sie dort so, daß es sich um einen harten Klotz Asianudeln mit etwas Soße drauf handelt. Sehr fettig... Danach fallen wir vollkommen fertig in unsere riesigen Betten.
1. Tagestour: Midtown and Central Park
Mein Reiseführer enthält mehrere Tourenvorschläge und wir entscheiden uns am Samstag gleich für die erste Tour. Das Wetter ist zwar kalt aber ok und wir gewöhnen uns an das Pfützenspringen. Den Jetlag lassen wir einfach mal aus und stehen gegen 6uhr morgens auf der Matte. Frühstück gibts um 7uhr und nach gemütlichem warm Anziehen sind wir bereits vor 9uhr morgens unterwegs zum Broadway. Kurz darauf stehen wir schon auf dem Times Square und es ist nix los. Komisch, muss an der Uhrzeit liegen, oder am Wochentag!?! ;o)
Auf dem Weg dorthin realisiere ich erst, daß unser Hotel direkt hinter dem Empire State Building liegt. Krass. Aber das ist unten halt auch einfach nur ein Wolkenkratzer und dann fällt das garnicht so auf.
Der Times Square mit seinen Leuchtschriften ist bereits am Vormittag beeindruckend. Es gibt eine Aussichtstreppe, die wir natürlich auch ausgiebig nutzen. Weiter geht es dann den Broadway gen Norden, vorbei an 1001 Starbucks Coffee Shops (tolle Locations für kurze Restroom-Pausen!!) bis zum Central Park, der im Tiefschnee still daliegt. Einige Fahrradrikschafahrer wollen uns zu einer Tour animieren, doch zu-Fuß-gehen hält wärmer als gefahren-werden. Leider schlechte Karten für die Pedaldienstleistungsbranche.
Wir gehen durch den Park und treffen auf Squirrels, Jogger und weitere Touris, gerne auch mal aus Deutschland. Auf dem ganzen Weg treffen wir auf einen Menschen, der Schnee räumt und einen motorisierten Schneepflug. Vollkommen ausreichend für eine Kleinstadt wie New York, ist zumindest unsere bescheidene Meinung...
Auf Höhe der 72nd Street verlassen wir den Central Park und gehen über die 5th Ave Richtung Park Avenue. Das Ziel der Wünsche für Sybille, allerdings weiß ich nicht was sie sich davon erwartet hat. Ist halt auch nur eine Straße, breit mit vielen Eingängen und hohe Häuser, vollkommen überbewertet meiner bescheidenen Meinung nach. Wenigstens springt noch ein Foto mit einem Jaguar raus! Vollkommen gelangweilt gehen wir zurück zur 5th Ave und besuchen als kleinen Abstecher den Trump Tower. Ziel ist eigentlich das Rockefeller Center, das uns für den Überblick über gesamt Manhattan wärmstens empfohlen wurde. Das ist der nächste Punkt auf unserer Tour.
Top of the rocks nennt sich die Aussichtsplattform, die mit einem Hochgeschwindigkeitsaufzug zu erreichen ist. Kostet auch nur schlappe 21,- USD pro Nase, total überteuert! Aber was soll man machen? Alternativen gibt es nicht. Die Fotos entschädigen aber für alles, auch für die Kälte. Einfach ein unbeschreiblicher Blick auf das Empire State!
Wieder unten angekommen besuchen wir die St. Patricks-Cathedral und danach die Grand Central Station, der Hauptbahnhof New Yorks. Die Haupthalle ist einfach super schön.
Langsam reichts für den ersten Ausflugstag. Wir gehen zurück zum Hotel und legen eine Ruhepause ein.
Abends nach Einbruch der Dunkelheit gehen wir nochmals zum Times Square, der natürlich erst nachts seine volle Schönheit entfaltet. Es ist unglaublich viel los, Caps drängen sich über den Platz zusammen mit den Touristen. Nirgendwo sonst ist so viel los. Wir machen schöne Fotos und gehen dann wieder zurück zum Hotel, sind müde.
2. Tagestour: Downtown und Staten Island
Unsere zweite Tagestour lt. Reiseführer bringt uns erstmal in die Metro. Enge Zugänge in noch engeren Straßen führen hinab in die Katakomben, es ist Sonntag und kaum was los. Wie sich das im Berufsverkehr anfühlt dort unten in den kalten metallbeschlagenen Haltestellen möchte ich mir garnicht vorstellen. Der Zug rumpelt ein und bringt uns zwei Haltestellen Richtung Downtown, wir landen gleich mal in Chinatown.
Durch das Regierungsviertel führt uns der Weg an der Brooklyn Bridge (entfernt) und dem Woolworth-Building vorbei direkt zum Ground Zero. Eine riesige Baustelle! Werden die auch mal fertig? Da sollen 5 mehr oder weniger hohe Hochhäuser entstehen, einer soll ein neuer Wolkenkratzer werden. An den Stellen der alten Twin Towers entstehen riesige nach innen gewandte Brunnen in Wasserfallform.
Wir verlassen die Baustelle und wenden uns Richtung Hudson River, schlendern am Ufer entlang bis zum Clinton Castle, hier legt die Bezahl-Fähre nach Ellis Island und somit zur Freiheitsstatue ab. Aber wir sind ja schlau, wieso bezahlen wenn man die bessere Aussicht kostenlos haben kann?!? Also auf gehts zum Fährableger nach Staten Island. Die Route der Staten Island-Fähre führt direkt an der Freiheitsstatue vorbei. Ich schaffe ein super Sonnenfoto und bin total Stolz auf mich! Die Skyline von New York ist auch super zu fotografieren, und alles für lau! *haha*
Um die Tour zu beenden gehen wir Richtung Brooklyn Bridge und in die Wall Street. Die NYSE ist viel kleiner als ich sie mir vorgestellt habe, und die Straße ist super eng. Es ist doch alles anders wenn man wirklich vor Ort ist im Gegensatz zu der schönen US-amerikanischen Filmwelt.
Nach diesem Gewaltmarsch durch Downtown NYC schlagen wir kurz in einem versifften Burger King auf und wandern zurück nach Chinatown. Durch Zufall landen wir in einem voll coolen Laden, der vom Kimono bis Gummistiefel einfach alles verkauft. Wir decken uns mit Krimskrams ein, Gummistiefel spare ich mir allerdings, denn tags drauf geht es sowieso in die südliche Sonne der Karibik!
Abreise in die Sonne
Das Bus-Shuttle diesmal zum Airport JFK holt uns um 5:25 Uhr am Hotel ab. Der Flug in die Sonne geht um 9:30 Uhr (verspätet 10:30 Uhr) vom Terminal 5. Gut, daß wir den Jetlag einfach ausgelassen haben und so früh bereits putzmunter sind. Zu meiner Freude hat es am Flughafen natürlich kostenfreies WLAN. Ein genialer Zeitvertreib.
Endlich lassen wir die Kälte hinter uns und freuen uns schon auf 30 Grad, Sonne, Strand, Meer, Bikinis und Flip Flops. :o)










Jens
Hey Wendi, wie gehts? Ich hoffe...
Wendi
Ja klar, gerne. Hamburg steht auf...
Angela
... Hamburg hat eine zweite Chance...
Angela
Typisch Biely - ein Trip in die...
Sybille
Hallo Martina! Hast Du sehr gut...