Lago di Garda
10. bis 12. Juli 2009
Endlich mal am Gardasee, wie peinlich. Ich war noch nie dort, zumindest nicht bewußt. Vielleicht mal als Kind, doch daran kann ich mich nicht mehr erinnern, wenn es so war.
Also hole ich mir Rat vom Kollegen und die Adresse einer Pension in Bardolino, direkt in der Altstadt, man fällt sozusagen ins Nachtleben.. Ich bin mit Sybille und Julian unterwegs, wir nennen ihn Mister-Oder? ;o)
Freitag mittags gehts los, ich packe meine Kollektionen zusammen und hole die beiden daheim ab. Der Gastank wird noch vollgemacht und auf gehts über Garmisch an den Lago.
Franzl, das Navi, bringt uns natürlich wieder optimal ans Ziel. Wir fahren diesmal ohne Probleme über den Zierler Berg, Innsbruck, rauf auf den Brennero und dann Sterzing wieder auf die Autobahn. In Österreich suche ich leider vergeblich nach einer Gastankstelle, als ich auf dem Brenner an einer normalen Tankstelle danach frage, fällt mir der junge Mann fast aus den Latschen: "Der hat GAS??". Ja Kleiner, da schaugst, ha? ;o)
Kurz vor Bardolino muß Julian dann noch kurz seinen Mageninhalt in eine Spucktüte unterbringen, war aber zum Glück das einzige Mal, sonst ist er ja eher mit Reden beschäftigt.
An der Pension Guilia et Luciano angekommen können wir unser Zimmer im obersten Stockwerk beziehen und ich werde sogar von Luciano komplett über die Parkmöglichkeiten in Bardolino informiert. Wir fahren gemeinsam zu einem abgeschlossenen Parkplatz an der Hauptstraße.
Am ersten Abend gehen wir um die Ecke Pizzaessen, eine Empfehlung unseres Vermieters. Sehr lecker! Julian wird öftermal damit beauftragt, zu schauen wo unser Essen bleibt, sonst könnten wir uns ja nicht mal 5 Minuten ohne Störung unterhalten... Tz!
Ausflug nach Sirmione
Nachdem wir bis 8 Uhr ausschlafen können genießen wir ein super Frühstück im Hinterhof der Pension. Luciano schneidet Käse und Salami vor unseren Augen auf, der Cappuccino ist total lecker. Unglaublicherweise ein Frühstück zum Reinlegen, was für italienische Verhältnisse wirklich selten ist.
Wir machen uns gemütlich auf den Weg gen Süden nach Sirmione. Soll ganz nett da sein. Ist es auch. Wir stellen uns für 2 Std an den Parkplatz und ziehen ein Biglietti. Die Zeit wird doch wohl für einmal auf dieser Halbinsel rumlaufen reichen?!? Außerdem mag ich Menschenmassen sowieso nicht und hier sind wir definitiv nicht allein.
Das Wetter ist super: sonnig und heiß. Ein bisschen Abkühlung gönne ich nur meinen Füßen, Julian gleich seiner ganzen Kleidung! Wenn man nicht aufpaßt... Später läuft er dann mit der nassen Unterhose auf dem Kopf rum, wem's gefällt. ;o)
Am Ende der Halbinsel befindet sich die Ausgrabungsstätte einer römischen Villa, ich nutze aber die Gelegenheit mich von der Familie abzusetzen und gemütlich allein durch die Stadt zurückzuschlendern, lasse die Ausgrabung also aus. Langsam zerrt mir die ständige Quatscherei des Kleinen ziemlich an den Nerven und ich genieße die Auszeit. Immerhin muß jemand schauen, daß der Dicke nicht abgeschleppt wird, die Parkzeit war schon abgelaufen.
Auf dem Rückweg machen wir noch einen Zwischenstopp zum Mittagessen, grad noch rechtzeitig bekommen wir um 14:30 Uhr rum noch was zwischen die Zähne. Am Mittagstische spielen wir ein Spiel: Wer kann länger den Mund halten! SUPER Spiel! Endlich Ruhe, auch wenns nur 15 Minuten sind, etwa.
Abends in Bardolino
Nach unserem Ausflug schwitzen wir noch ein bisschen in unserem Zimmer aus. Wir drei liegen auf dem Bett und Sybille macht die Anmerkung, daß ich wohl langsam keinen Kinderwunsch mehr hätte nach den Tagen mit ihr und Julian. Ich konnte dem nur zustimmen, Julian war allerdings der Meinung, daß "Kinderwunsch" heißt, daß sich Kinder was wünschen dürfen. Er wollte ein Eis, oder?
Nachdem das dann auch geklärt war, daß er wenn er nicht brav ist und aufhört ständig zu schnattern kein Eis bekommt, schmeissen wir uns in unsere Badesachen und ziehen los um einen "Strand" zu finden. Dabei gehen wir nördlich vom Stadtzentrum am See entlang. Wir werden fündig, ein klitzekleines Fleckchen Steinstrand direkt an der Uferpromenade läd uns ein uns noch ein bisschen in die Abendsonne zu legen. Julian baut währenddessen eine Steinburg, die ja nicht antworten kann. Er quatscht ununterbrochen, selbst allein beim Burgbauen. Merkt man, daß ich langsam verzweifle?
Fürs Abendessen machen wir uns später noch schick und sind diesmal so spät dran, daß sich kaum noch ein Platz in einem der zahlreichen Restaurants finden läßt. Irgendwann haben wir dann doch noch Glück und bekommen was zwischen die Zähne.
Ein harter Tag geht zu Ende, aber das Essen war gut! ;o)
Die Rückfahrt
Sonntag morgens, 6:30 Uhr: Julian ist wach! Ich bin leicht genervt, und das schon am Morgen! OK, der Tag geht auch noch rum und im Auto kann man ihn ja ganz nett ruhigstellen. Nur kurz verliere ich die Contenance, als er zu dieser frühen Stunde garkeine Ruhe gibt. Ich muß ihn darauf hinweisen, daß er seine Klappe halten soll, wenn er mit mir in meinem Auto nach Hause fahren möchte. Es hat nur kurz geholfen....
Nach einem wie am Vortag wundervollen Frühstück, diesmal leider drin, gehe ich zu meinem Auto und hole es zur Pension, damit wir nicht so weit schleppen müssen. Für die Rückfahrt wähle ich diesmal die Landstraße am See entlang nach Riva, das muß man auch mal gesehen haben. Am Vortag war der Dicke von mit italienischen Autogas, also GPL, betankt worden (inkl. Tankwartservice), somit kann es gleich am Morgen losgehen.
Zuerst verläuft die Fahrt noch stressfrei, bis Julian ausgerechnet auf der Anfahrt zum Brenner rauf, auf italienischer Seite sehr kurvig und dauernd auf Brücken, plötzlich dringend mal muß. Natürlich hat er nicht rechtzeitig Bescheid gesagt, und es will einfach kein Rastplatz kommen. Uns bricht allen der Schweiß aus, mir wegen den schönen Ledersitzen, Sybille wahrscheinlich aus anderen Gründen und Julian, weil er so dringend muß. Also muß ich doch an so einem engen Nothalt rausfahren, damit er seine Blase erleichtern kann.
Wir schaffen die restliche Strecke ziemlich gut und ich tanke dann erst wieder in Kleis bei Mittenwald an der ersten deutschen Gastankstelle. Julian will mit mir händchenhaltend reingehen zum Bezahlen. Er erzählt mir gschaftlig, wenn ich nicht so streng zu ihm wäre, dann wäre er auch viel braver! Naja, das war ja ganz süß und hat mich wieder etwas milder gestimmt. Trotzdem war ich froh, als ich endlich wieder daheim war.
FAZIT: So schnell brauche ich keine Kinder, definitiv nicht!








Wendi
Ja Hallo, das ist ja schön von...
Maria
Hallo Wendi! Du kennst uns...
Jens
Hey Wendi, wie gehts? Ich hoffe...
Wendi
Ja klar, gerne. Hamburg steht auf...
Angela
... Hamburg hat eine zweite Chance...