Meine Katzen
Sechs Jahre lang war ich Katzenmama von zwei Miehziehs, Tapsie und Fleckerl.
Tapsie ist eine graue norwegische Waldkatze, ob sie reinrassig ist, weiß ich nicht. Sie wurde im September 2000 von einer Freundin im Treppenhaus eines Hochhauses gefunden und war fast verhungert. Da die Freundin bereits eine Katze hatte und die beiden sich überhaupt nicht ausstehen konnten, kam dann die große haarige Miehzieh zu mir. Sie war zu dem Zeitpunkt etwa ein Jahr alt.
Weil Tapsie so anhänglich war und sich schnell langweilte, vor allem wenn ich arbeiten musste, besuchte ich am 30. April 2001 meine Cousine auf dem Land, deren Katze grad Mama geworden war. Sie hatte 5 Junge, die in einem kuschligen Schuhkarton im Schrank versteckt waren. Eins davon hatte grad erst die Augen geöffnet, war das größte und dickste der kleinen Fellknäuel und robbte sofort auf mich zu. Da war mir klar, die oder keine.
Fleckerl kam dann im August zu mir, eine Handvoll Katze, die wie bei kleinen Katzen üblich, alles in Besitz nahm, was in der Wohnung da war. Tapsie adoptierte sie gleich als ihr Baby.
Leider hatte das kleine Fleckerl kein Glück im Leben. Zuerst überlebte sie nur mit Glück die Kastration, wollte garnicht mehr aus der Narkose aufwachen. Eine Nacht lang lag sie in meinen Armen und ich hielt sie warm, immer mit dem Gedanken im Kopf, daß ich am nächsten Tag mit einer toten Katze im Arm aufwachen könnte. In dieser Nacht schlief ich vielleicht 2 Stunden. Am Morgen dann drückte mir die Kleine ihre nasse Katzennase ins Gesicht, sie hatte überlebt.
Als sie dann gerade mal zwei Jahre alt war erlitt sie einen schrecklichen Unfall. Wir vermuten, daß sie in eine Marderfalle gekommen war. Das rechte Vorderbein war fast vom Körper getrennt, wir eilten sofort in die Tierklinik. Im Nachhinhein kann man sagen, warum durfte sie nicht gleich sterben, andererseits hatte sie danach doch noch 4 mehr oder weniger schöne Jahre. Sie wurde wieder zusammengeflickt und das Bein konnte auch gerettet werden. Seitdem lief sie mit einem Stiefelchen herum, eine Hauttransplantation von Bauchfell am Vorderbein bis zur Pfote.
Die lange Zeit - fast 6 Wochen - in der Tierklinik haben leider ihre Spuren hinterlassen. Die große Katze akzeptierte die Kleine nicht mehr, somit mussten wir sie trennen. Die Kleine erholte sich, konnte sogar eine Weile wieder ganz normal nach draußen, nur Nachts wollte ich das nicht, damit sie nicht von anderen Katzen angefallen wird. Außerdem wurde sie langsam immer kränker, litt an Verstopfung, Hautausschlag und Schmerzen. Beim Tierarzt waren wir gute und kräftig zahlende Gäste.
Ende April 2007 ging es der Kleinen dann so schlecht, sie magerte bis auf die Knochen ab obwohl sie ihr Futter fraß, daß der Tierarzt nur noch eine Handlungsmöglichkeit hatte. Es wurde ein Tumor in der Bauchspeicheldrüse festgestellt. Am 30. April 2007, genau 6 Jahre nachdem ich sie zum ersten Mal auf mich zukrabbeln sah, wurde mein Fleckerl eingeschläfert und endlich von ihren Leiden erlöst.
Sie fehlt mir heute noch!
Mittlerweile bekomme ich wieder öfter Besuch von Tapsie, die zu meinen Eltern ein Stockwerk tiefer gezogen ist.






Wendi
Ja Hallo, das ist ja schön von...
Maria
Hallo Wendi! Du kennst uns...
Jens
Hey Wendi, wie gehts? Ich hoffe...
Wendi
Ja klar, gerne. Hamburg steht auf...
Angela
... Hamburg hat eine zweite Chance...